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VR-Bank Coburg eG legt im Kundengeschäft ordentlich zu

Gute Ergebnisse in herausfordernden Zeiten

Die Vorstände der VR-Bank coburg mit der Veste Coburg im Hintergrund

Vorstandsvorsitzender Norbert Schug und Vorstandsmitglied Matthias Herpich (von links) können für das Geschäftsjahr 2025 eine äußert positive Bilanz ziehen.

COBURG, 28. April 2026. Mit einem deutlichen Wachstum im Kundengeschäft blickt die VR-Bank Coburg eG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück.

Ein überplanmäßiger Zuwachs im Kreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen sowie ein ausgesprochen gutes Wertpapier- und Vorsorgegeschäft bescherten der Bank in einem anspruchsvollen Umfeld ein gutes Jahresergebnis. „Das Kundengeschäft läuft sehr gut - zweifellos ein Beleg für  unsere ausgeprägte Kundenorientierung und die hohe Beratungskompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, brachten es die beiden Vorstände Norbert Schug und Matthias Herpich auf den Punkt.

Alle wichtigen Geschäftsbereiche, insbesondere die Kredit- und Einlagengeschäfte sowie das Dienstleistungsgeschäft, haben einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet. So stieg die Bilanzsumme im Jahr 2025 um 92,5  Millionen Euro oder 5,5 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen, welches neben den  bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft beinhaltet, stieg binnen Jahresfrist auf rund 3,251 Milliarden Euro.

Im Kreditgeschäft konnte die Genossenschaftsbank ihre eigenen Erwartungen übertreffen. Mit einem Zuwachs von  43,5 Millionen Euro bzw. 6,6 Prozent auf 704,6 Millionen Euro liegt die Bank klar über dem bayernweiten Wachstum der Volksbanken und Raiffeisenbanken von 3,8 Prozent. Zugleich machte Norbert Schug deutlich, dass das wirtschaftliche Umfeld auch 2025 anspruchsvoll geblieben ist: „In einem schwierigen konjunkturellen Marktumfeld zeigt sich, wie wichtig stabile, langfristige Kundenbeziehungen und ein solides regionales Geschäftsmodell sind“, so Norbert Schug.

Überdurchschnittliches Wachstum erzielte die Bank auch bei den Kundeneinlagen. Diese stiegen im Geschäftsjahr 2025 um 5,8 Prozent bzw. 79,7 Millionen Euro auf 1,46 Milliarden Euro. Die Nachfrage konzentrierte sich vor allem auf kurzfristige Anlageformen wie Sicht- und Termineinlagen. Dabei wurden im Jahresverlauf vermehrt Termineinlagen in die täglich fälligen Sichteinlagen umgeschichtet. Während die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern um 3,4 Prozent zulegten, fiel die Entwicklung der Bank spürbar stärker aus. Der deutliche Einlagenzuwachs der Bank ist umso  beachtlicher, da viele Kunden parallel umfangreiche Mittel in attraktive Wertpapier- und Vorsorgelösungen investieren. Zwischenzeitlich werden rund 725 Millionen Euro Wertpapierbestand für Kunden und Mitglieder verwaltet. Das zunehmende Interesse der Kunden, fürs Alter vorsorgen zu wollen, zeigt sich in der Steigerung der Vorsorgeprodukte. Fast 1.000 Vorsorgeverträge wurden im vergangenen Jahr neu begründet. „Das Vertrauen unserer Kunden spiegelt sich sowohl im deutlichen Einlagenwachstum als auch in der hohen Nachfrage nach Wertpapier- und Vorsorgelösungen wider. Gerade in einem Marktumfeld, das zunehmend von Komplexität und Volatilität geprägt ist, gewinnt eine fundierte und bedarfsorientierte Beratung an Bedeutung“, erklärt Norbert Schug.

Diese Einschätzung teilte auch Vorstandskollege Matthias Herpich: „Die Ergebnisse bestätigen unseren Anspruch, die genossenschaftlichen Werte - Nähe, Vertrauen und Verlässlichkeit - auch in der Anlageberatung konsequent  umzusetzen. Unser Ziel ist es, für unsere Kunden nachhaltige und transparente Lösungen für den Vermögensaufbau und die Vermögenssicherung zu finden.“

Ertragsbasis breit und belastbar aufgestellt

Auf Basis der dynamischen Entwicklungen im Kundengeschäft im Jahr 2025 stellt sich auch die Ertragslage der VR-Bank Coburg eG solide dar. Trotz der im Jahresverlauf erfolgten Leitzinssenkungen konnte die  enossenschaftsbank eine Steigerung des Zinsüberschusses erwirtschaften. Das Zinsergebnis übertraf mit 30,1 Millionen Euro das Vorjahresergebnis um fast 12 Prozent. Das Provisionsergebnis wurde ebenfalls auf 12,8 Millionen Euro (+ 1,6 Prozent) gesteigert. Einen wesentlichen Beitrag leistete das Wertpapiergeschäft mit einem Anteil von 4,76 Millionen Euro. Die Betriebsaufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 1,08 Millionen Euro auf 23,3 Millionen Euro zum Vorjahr an. In der Summe stieg das Betriebsergebnis vor Bewertung auf 20,08 Millionen Euro. Dies entspricht 1,17 Prozent der  durchschnittlichen Bilanzsumme. „Dieses gute Jahresergebnis versetzt uns in die Lage, unsere Eigenkapitalbasis weiter zu stärken und damit die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum im Kreditgeschäft zu schaffen“, erklärt Matthias Herpich. Nach der vorbehaltlichen Zustimmung der Vertreterversammlung zur Ergebnisverwendung wird das bilanzielle Eigenkapital durch die geplante Zuführung aus  dem Ergebnis 2025 insgesamt 204 Millionen Euro erreichen. „Zudem wird uns das gute Ergebnis ermöglichen, unseren Mitgliedern für das Jahr 2025 die Zahlung einer Dividende von 3,5 Prozent vorzuschlagen“, so Matthias Herpich weiter. Umgerechnet bedeutet das eine Ausschüttung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro, die an unsere Mitglieder und damit in die Region zurückfließen.

Verbundenheit zur Region

Die regionale Verbundenheit unterstreicht die VR-Bank Coburg eG nicht nur durch das persönliche  Beratungsangebot in 15 Filialen, sie unterstützt auch mit knapp 400 Tausend Euro unterschiedliche Aktivitäten in der Region. „Ob Hilfe für die Vereine, Förderung der heimischen Kultur oder mit einer Spende für karitative Zwecke - wir freuen uns, einen Beitrag zum Wohle der Region leisten zu  können, ganz nach unserer genossenschaftlichen DNA, Hilfe zur Selbsthilfe“, betont Norbert Schug.

Bezahlen ganz einfach mit der VR Banking App

Seit 2026 können Kundinnen und Kunden ihre girocard sowie Debit- und Kreditkarten direkt in der VR Banking App digital hinterlegen. Damit steht erstmals ein vollständig plattformübergreifendes, einheitliches Bezahlerlebnis zur  Verfügung.

Die VR Banking App bündelt alle wichtigen Kartenarten – girocard, Debit- sowie Kreditkarten – in einer einzigen  Anwendung. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Karten direkt in der App aktivieren und sofort kontaktlos bezahlen.

„Die Kunden der VR-Bank Coburg eG benötigen keine  zusätzliche Wallet-App, alle Karten bleiben zentral in der VR Banking App verwaltet”, so Matthias Herpich. Flexibilität beim Bezahlen: Kontaktlos im Handel, mobil unterwegs oder online – die digitale Karte ist jederzeit griffbereit.

Strategischer Ausbau der digitalen Bankleistungen

Die digitale Nutzung der Bankdienstleistungen entwickelte sich dynamisch. Mit einer Quote von rund 65 Prozent nutzt der Großteil der Kundinnen und Kunden inzwischen Online-Banking. Auch das elektronische Postfach gewann zahlreiche neue Nutzer hinzu. Ein weiterer zentraler Meilenstein im Jahr 2025/26 war der erfolgreiche Rollout des europäischen Bezahlsystems Wero. Der große Vorteil des Systems liegt im unmittelbaren Sicherheits- und Komfortgewinn. Schließlich verbleiben sämtliche Transaktionsdaten im geschützten europäischen Rechtsraum und unterliegen damit den hiesigen Datenschutzstandards. Ob Echtzeit-Überweisungen per Handynummer oder die fortschreitende Anbindung des Online-Handels: „Unsere Kunden erhalten mit Wero einen echten Mehrwert und machen sich unabhängiger von den dominanten US-amerikanischen Anbietern, wie beispielsweise PayPal“, erklärt Norbert Schug.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

 2025 in Mio. Euro2024 in Mio. EuroVeränderung in Prozent
Bilanzsumme1.762,61.670,0+ 5,5
Kredite704,6661,2+ 6,6
Einlagen1.458,61.378,9+ 5,8
Zinsüberschuss30,126,9+ 11,8
Provisionsüberschuss12,812,6+ 1,6
Aufwand23,322,2
Cost-Income-Ratio (Prozent)53,6754,74
Dividende (Prozent)3,5 (Vorschlag)3,0
Mitarbeiter (Anzahl)194